Von Automaten und Asimov

Die Menschen waren schon immer fasziniert von Maschinen. Im alten Griechenland schenkte Zeus seiner Geliebten Europa den „Metallmann“ Talos. Dieser gigantische Automat aus Bronze sollte Europa in ihrem Zuhause auf der Insel Kreta beschützen. Indem er die Insel dreimal am Tag umrundete, sollte er sie vor Piraten und Eindringlingen schützen.

Auch wenn Talos nur in der griechischen Mythologie existierte, zeigt die Entdeckung des Mechanismus von Antikythera im Jahr 1902 doch, dass die Griechen bereits zwischen 87 und 205 vor Christus komplexe mechanische Technologie entwickelt hatten. Der aus mindestens 30 ineinandergreifenden Bronze-Zahnrädern bestehende Analogrechner sollte als astronomische Uhr die Position astronomischer Objekte vorhersagen.

Heron von Alexandria war ein griechischer Mathematiker und Ingenieur, der von ca. 10 bis 70 nach Christus lebte. Auch wenn das Gebiet der Kybernetik erst im 20. Jahrhundert formalisiert wurde, wird seine Arbeit an automatisierten Geräten als erste Forschungsarbeit in diesem Bereich angesehen.

Seine Arbeit „Automata“ beschreibt Maschinen, die Wunder in Tempeln ermöglichen, darunter automatische Türen und Statuen, die Wein ausschenken. Durch seine Untersuchungen über die Nutzbarmachung von Dampfdruck, Wind und Wasser konnten diese Funktionen umgesetzt werden.

Eine weitere Quelle historischer mechanischer Innovationen sind die Arbeiten von Leonardo da Vinci. Viele haben versucht, die Maschinen aus seinen Zeichnungen zu bauen. Bei einigen davon handelt es sich um vollständige Maschinen, beispielsweise eine Flugmaschine oder Kriegsmaschinen. Andere sind nur einfache Mechanismen für Flaschenzüge oder Systeme, die eine Pendelbewegung erzeugen.

Er entwarf und baute möglicherweise auch einen mechanischen Ritter, einen Automaten, der in mittelalterlichen Rüstung gekleidet war. Die in den 1950er Jahren wiederentdeckten Aufzeichnungen weisen darauf hin, dass er mit Flaschenzügen und Seilen betrieben wurde und aufstehen, sich setzen und seine Arme bewegen konnte.

Eine der vielleicht wirkungsvollsten Implementierungen der Automatisierung fand im 20. Jahrhundert bei der Ford Motor Company statt. Henry Ford war beeindruckt von der Verwendung von Förderbändern in vielen Getreidelagern im Mittleren Westen und arbeitete mit Frederick Taylor zusammen, um dieselben Konzepte bei der Fertigung des Ford Model T umzusetzen. Sein Ziel war ein effizienterer Fertigungsprozess, der den Preis reduzieren und das Fahrzeug für eine breitere Bevölkerungsschicht erschwinglich machen würde.

Mit einem Kettenförderer wurde der Fahrzeugrahmen die ca. 50 Meter lange Fertigungsstrecke entlanggezogen, an der 140 Arbeiter die ihnen zugewiesenen Teile am Fahrzeug anbrachten. Weitere Arbeiter stellten sicher, dass die erforderlichen Teile stets verfügbar werden. Die Herstellungszeit je Fahrzeug konnte so signifikant verringert werden. Insgesamt reduzierten die Fließbandproduktion und die verwendete Automatisierungstechnologie die Fertigungszeit für ein einzelnes Fahrzeug von über 12 Stunden auf etwas mehr als 90 Minuten.

Im Jahr 1914 produzierte Ford mehr Motorfahrzeuge als alle anderen Automobilhersteller zusammen.

Da immer mehr Maschinen verwendet wurden, erschien die Möglichkeit, dass Roboter mit Menschen zusammenarbeiten und sie unterstützen könnten, immer greifbarer. In der Science Fiction wurden, angetrieben von immer neuen technischen Fortschritten, Szenarien entworfen, wie diese Zusammenarbeit aussehen könnte.

Isaac Asimov, ein amerikanischer Autor und Professor für Biochemie, stellte fest, dass eine der Standard-Geschichten der Science Fiction darin bestand, dass Roboter geschaffen wurden und dann ihren Schöpfer zerstörten. Dies führte zur Entstehung der drei Robotergesetze, die entwickelt wurden, um sicherzustellen, dass Roboter keine Menschen verletzen, Befehle befolgen und ihre eigene Existenz schützen.

Bis heute obliegt es den Programmierern von Robotern, darauf zu achten, dass diese Regeln befolgt werden. Jetzt, da wir unmittelbar vor dem Einsatz von autonomen, mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Robotern und Fahrzeugen stehen, haben sich Gruppen gebildet, die die ethischen, rechtlichen und sozioökonomischen Aspekte im Zusammenhang mit diesen Maschinen ernsthaft untersuchen.

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